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Kleine Räume – 10 Tipps für mehr Großzügigkeit

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10 Tipps für kleine Räume - hamburg von innen, Foto © Jules Villbrand

Auch kleine Räume können groß wirken und sein. Mit diesen 10 Tipps schaffst Du mehr Großzügigkeit und Frische für Dein kleines Reich.

 

Wer sagt eigentlich, dass man nicht auch kleine Räume zu einem Palast machen kann?
Die wenigsten Menschen leben schließlich in einem riesigen Loft oder einer Stadtvilla aus der Jahrhundertwende (seufz…).
Nichts desto trotz kann man auch bei kleinen Zimmern ein großzügiges Raumgefühl erzeugen (‚Groß‘ ist schließlich nicht gleich ‚großzügig‘, hat mein Baugeschichte-Prof immer gesagt).
Und hier sind meine praxiserprobten Tipps, wie Ihr auch aus kleinen Räumen das beste macht:

10 Tipps für großzügige kleine Räume:

1. Halte Ordnung.

Ja ich weiß, gleich ein Partypooper Punkt ganz am Anfang. Daran arbeite ich selbst auch noch. Aber es ist einfach so, dass der Raum gleich viel ruhiger und damit größer wirkt, wenn nichts „rumsteht“. Alles braucht seinen Platz und sollte nach dem Benutzen auch wieder dorthin zurück gestellt werden (oh ja, da schwächele ich tatsächlich sehr…).
Deko ist natürlich trotzdem erlaubt, dazu komme ich später.

2. Verzichte auf riesige, schwere, dunkle Möbelstücke.

Sie können kleine Räume schlichtweg erdrücken.
Schränke, Regale und Sofas mit Füßen wirken luftiger und leichter, weil der Fußboden als Fläche sichtbar bleibt. Obendrein kann man dann auch darunter Staubsaugen, auch nicht schlecht.
Omas antike Kommode aus Eiche darf natürlich bleiben, die Kombination ist hier der Schlüssel zum luftigen Glück.

 

3. Rücke das Sofa von der Wand ab.

Das wirkt großzügiger und hinter dem Sofa ist vielleicht Platz für ein kleines Regalbrett (perfekt geeignet, um Bilder aufzustellen oder als Ersatz für einen Beistelltisch, wenn dafür sonst kein Platz ist) oder Stauraum.

4. Vermeide zu kleinteilige Deko!

Kleinigkeiten wirken schnell unruhig und tüdelig. Lieber groß denken und nur ein „Statement“-Dekoteil und großformatige Kunst, als hier ein Figürchen und da ein Teelichtchen.
Wenn Du trotzdem nicht auf kleinteilige Deko verzichten möchtest, gruppiere sie passend und suche ein verbindendes Element. Leere Bilderrahmen eignen sich zum Beispiel sehr gut, um Ensembles zusammenzufassen.

Leere Bilderrahmen können kleine Deko-Ensembles optisch zusammenfassen. 10 Tipps für kleine Räume, hamburgvoninnen.de

5. Lenke die Aufmerksamkeit auf die Decke.

Betone die Decke mit einer besonderen (aber hellen) Farbe oder Tapete, so lenkst Du den Blick nach oben, was kleine Räume optisch weitet. Ich habe das bei unserer Diele ausprobiert und ich finde das Ergebnis super
DIY-Tipp: Aus Möbelfolie kann man wunderbare Sticker herstellen, einfach mit einer Motivstanze (am besten einer großen). Kreise, Rauten oder Sechsecke aus goldener Möbelfolie wirken an der Decke sehr schön und glamourös, je nach Anordnung verspielter oder strenger. Probiert’s mal aus!

 

6. Vermeide es den Raum „vollzumöbeln“.

Der Raum wirkt großzügiger, wenn er nicht zugestellt ist bis zum letzten. Gönne dem Raum ein bisschen Luft und sortiere aus. Mach eine Liste mit Dingen und Möbeln, die Du wirklich brauchst und verkaufe oder verschenke den Rest. Man braucht weniger, als man denkt und es ist wahnsinnig befreiend sich von Überflüssigem zu befreien. 

 

7. Verzichte auf Vorhänge.

Auch das lässt den Raum „atmen“ und es kommt mehr Licht rein.
Wenn Du nicht auf Vorhänge verzichten möchtest (manchmal sind Sonnen-, Blend- oder Sichtschutz ja nicht schlecht), versuche es mit möglichst leichten Stoffen. Samt ist vielleicht wirklich besser im Schloss aufgehoben ;).
Falls das Fenster an einer schmalen Stirnseite des Raumes ist, wirkt es weitend, wenn die Vorhänge über die gesamte Raumbreite reichen. Das erweckt den Eindruck eines größeren Fensters, was wiederum den Raum größer wirken lässt. Verrückt.

8. Nutze Spiegel.

Statt großformatiger Kunst funktionieren auch großformatige Spiegel sehr gut. An den richtigen Stellen können sie hilfreich sein, kleine Räume größer wirken zu lassen oder interessante Sichtverbindungen in angrenzende Räume zu schaffen. Am besten einfach ein bisschen experimentieren.

 

9. Achte auf die richtige Beleuchtung.

Immer nur Licht von oben, durch die obligatorische Deckenleuchte in der Raummitte, kann oft ungemütlich (und auch wenig schmeichelhaft) sein. Mehrere, verschiedene Lichtquellen, am besten mit Dimmer, wirken da Wunder. Um verschiedene Beleuchtungsszenarien zu schaffen helfen 3-5 Lichtquellen, mit Leuchtmitteln in warmweiß (Farbtemperatur unter 3300 Kelvin). Das gilt übrigens nicht nur für kleine Räume.

 

10. Suche nach einem Konzept.

Ein harmonisch eingerichteter Raum wirkt wie „aus einem Guss“, damit harmonischer und ruhiger, also großzügiger.
Versuche Dich an einem Farbkonzept, an dem Du Dich orientieren kannst und überlege Dir, welchen Wohnstil Du bevorzugst. Ein wilder Mix kann auch gut aussehen, ist aber was für Profis und vielleicht doch besser geeignet für größere Räume.

Farbkonzept Schlafzimmer coral. hamburgvoninnen.de

Bonus-Tipp.

So, und jetzt ran an den Speck. Das beste ist nämlich einfach
11. Einfach mal Möbel umstellen und ausprobieren, was wie wirkt. Dabei auch Möbel aus anderen Räumen mit einbeziehen…wer weiß, vielleicht ist die Kommode in der Diele genau das Key Piece, dass dem Wohnzimmer fehlt.

 

Wenn Ihr noch mehr Wohn-Tipps und Anregungen wollt, meldet Euch doch zu meinem Newsletter an! Ich freue mich auf Euch!

 

Foto 1 © Jules Villbrand

Verena
Moin! Ich bin Verena und schreibe hier über Interior Styling und mein Leben in Hamburg.

8 Comments

    1. Ja, finde ich auch… allein die Farbe <3
      Rosa passt auch zu so vielen anderen Farben, das ist ganz erstaunlich. Vielleicht schreibe ich dazu auch mal einen Post :)

  1. Das Sofa ist mir auch sofort aufgefallen aber das mit dem aufräumen wollte mein Freund nicht so recht hören der hier gerade neben mir sitzt… :-)
    Ich gebe dir aber voll und ganz recht, es sind so Kleinigkeiten wie das Sofa von der Wand wegrücken was den Raum gleich ganz anders wirken lässt. Das mit den leeren Bilderrahmen ist auch eine süße Idee!

    Liebe Grüße
    Linda von http://lindaloves.de

    1. Liebe Linda, vielen Dank für Deine Worte!
      Ja, die leidige Aufräumerei… ich wünschte auch, es ginge ohne. Aber dazu müsste ich erst einmal einen minimalistischeren Lebensstil führen und irgendwie sehe ich mich da noch nicht so recht :D
      Liebe Grüße zu Dir und Deinem Freund

  2. Liebe Verena, lieben Dank für die tollen Tipps. In den letzten ein paar Jahren bin ich auch der Herausforderung gestanden, einen kleines Zimmer weiträumig zu machen. Zuerst war ich in Großbritannien für 14 Monate und wohnte in einer kleinen Wohnung. Mein Schlafzimmer war sehr klein (was für die UK der Standard ist). Ich versuchte deshalb das Zimmer in ein schönes, angenehmes Schlafzimmer, wo man gut schlafen und ruhig atmen kann, zu verwandeln. Als erfolgreiche Maßnahme erwies sich die Farbwahl. Ich habe mich für hellere Möbel entschieden und Vorhänge waren keine in dem Zimmer. Die Wandfarbe war beige wodurch das Zimmer größer wirkte. Jetzt als ich wieder in Bonn bin und meine eigene Wohnung habe, konnte ich auch früher bei der Gestaltung der Wohnung mitwirken. Auch wenn die Zimmer in meiner neuen Wohnung nicht sehr groß sind (außer das Wohnzimmer), kann ich bestätigen, dass der Bodenbelag und die Wandfarbe einen großen Einfluss auf die Weiträumigkeit und die Behaglichkeit des Zimmers haben. Wenn möglich, würde ich allen raten, sich für einen helleren Bodenbelag zu entscheiden, so eine Farbe wäre perfekt http://www.rudda.at/fileadmin/content/Bilder/Parkett/Handgehobelte_Dielen/_holzarten/Toledo_eiche.jpg . Natürlich muss der Bodenbelag nicht unbedingt aus Holz sein. Laminat sowie auch helle Fliesen wären auch passend, wenn man das Zimmer „vergrößern“ will. Wenn das keine Alternative ist, dann sind die kleinen Tipps von Verena das erfolgreichste Mittel :)

    Liebste Grüße aus Bonn
    Gudrun

    1. Liebe Gudrun, danke für Deine lieben Worte und die Anmerkungen zu Farben und Böden!
      Es freut mich, dass Du Dich in Deiner neuen Wohnung richtig wohl fühlst! Viel Spaß weiterhin beim Einrichten :)

  3. Superschön. Das Sofa, die Farben, die Tipps … und ich liebäugele schon die ganze Zeit mit einer rosa Wand in meinem Schlafzimmer. Mal sehen, ob Dein Post jetzt den Ausschlag gibt …

    1. Liebe Katrin, nur zu! Rosa Wand klingt super und die Farbe passt tatsächlich unheimlich gut zu vielen Stilen und anderen Farben. Trau Dich! :)

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