Auch kleine Räume können groß wirken und sein. Mit diesen 10 Tipps schaffst Du mehr Großzügigkeit und Frische für Dein kleines Reich.

 

Wer sagt eigentlich, dass man nicht auch kleine Räume zu einem Palast machen kann?
Die wenigsten Menschen leben schließlich in einem riesigen Loft oder einer Stadtvilla aus der Jahrhundertwende (seufz…).
Nichts desto trotz kann man auch bei kleinen Zimmern ein großzügiges Raumgefühl erzeugen (‚Groß‘ ist schließlich nicht gleich ‚großzügig‘, hat mein Baugeschichte-Prof immer gesagt).
Und hier sind meine praxiserprobten Tipps, wie Ihr auch aus kleinen Räumen das beste macht:

10 Tipps für großzügige kleine Räume:

1. Halte Ordnung.

Ja ich weiß, gleich ein Partypooper Punkt ganz am Anfang. Daran arbeite ich selbst auch noch. Aber es ist einfach so, dass der Raum gleich viel ruhiger und damit größer wirkt, wenn nichts „rumsteht“. Alles braucht seinen Platz und sollte nach dem Benutzen auch wieder dorthin zurück gestellt werden (oh ja, da schwächele ich tatsächlich sehr…).
Deko ist natürlich trotzdem erlaubt, dazu komme ich später.

2. Verzichte auf riesige, schwere, dunkle Möbelstücke.

Sie können kleine Räume schlichtweg erdrücken.
Schränke, Regale und Sofas mit Füßen wirken luftiger und leichter, weil der Fußboden als Fläche sichtbar bleibt. Obendrein kann man dann auch darunter Staubsaugen, auch nicht schlecht.
Omas antike Kommode aus Eiche darf natürlich bleiben, die Kombination ist hier der Schlüssel zum luftigen Glück.

 

3. Rücke das Sofa von der Wand ab.

Das wirkt großzügiger und hinter dem Sofa ist vielleicht Platz für ein kleines Regalbrett (perfekt geeignet, um Bilder aufzustellen oder als Ersatz für einen Beistelltisch, wenn dafür sonst kein Platz ist) oder Stauraum.

4. Vermeide zu kleinteilige Deko!

Kleinigkeiten wirken schnell unruhig und tüdelig. Lieber groß denken und nur ein „Statement“-Dekoteil und großformatige Kunst, als hier ein Figürchen und da ein Teelichtchen.
Wenn Du trotzdem nicht auf kleinteilige Deko verzichten möchtest, gruppiere sie passend und suche ein verbindendes Element. Leere Bilderrahmen eignen sich zum Beispiel sehr gut, um Ensembles zusammenzufassen.

Leere Bilderrahmen können kleine Deko-Ensembles optisch zusammenfassen. 10 Tipps für kleine Räume, hamburgvoninnen.de

5. Lenke die Aufmerksamkeit auf die Decke.

Betone die Decke mit einer besonderen (aber hellen) Farbe oder Tapete, so lenkst Du den Blick nach oben, was kleine Räume optisch weitet. Ich habe das bei unserer Diele ausprobiert und ich finde das Ergebnis super
DIY-Tipp: Aus Möbelfolie kann man wunderbare Sticker herstellen, einfach mit einer Motivstanze (am besten einer großen). Kreise, Rauten oder Sechsecke aus goldener Möbelfolie wirken an der Decke sehr schön und glamourös, je nach Anordnung verspielter oder strenger. Probiert’s mal aus!

 

6. Vermeide es den Raum „vollzumöbeln“.

Der Raum wirkt großzügiger, wenn er nicht zugestellt ist bis zum letzten. Gönne dem Raum ein bisschen Luft und sortiere aus. Mach eine Liste mit Dingen und Möbeln, die Du wirklich brauchst und verkaufe oder verschenke den Rest. Man braucht weniger, als man denkt und es ist wahnsinnig befreiend sich von Überflüssigem zu befreien. 

 

7. Verzichte auf Vorhänge.

Auch das lässt den Raum „atmen“ und es kommt mehr Licht rein.
Wenn Du nicht auf Vorhänge verzichten möchtest (manchmal sind Sonnen-, Blend- oder Sichtschutz ja nicht schlecht), versuche es mit möglichst leichten Stoffen. Samt ist vielleicht wirklich besser im Schloss aufgehoben ;).
Falls das Fenster an einer schmalen Stirnseite des Raumes ist, wirkt es weitend, wenn die Vorhänge über die gesamte Raumbreite reichen. Das erweckt den Eindruck eines größeren Fensters, was wiederum den Raum größer wirken lässt. Verrückt.

8. Nutze Spiegel.

Statt großformatiger Kunst funktionieren auch großformatige Spiegel sehr gut. An den richtigen Stellen können sie hilfreich sein, kleine Räume größer wirken zu lassen oder interessante Sichtverbindungen in angrenzende Räume zu schaffen. Am besten einfach ein bisschen experimentieren.

 

9. Achte auf die richtige Beleuchtung.

Immer nur Licht von oben, durch die obligatorische Deckenleuchte in der Raummitte, kann oft ungemütlich (und auch wenig schmeichelhaft) sein. Mehrere, verschiedene Lichtquellen, am besten mit Dimmer, wirken da Wunder. Um verschiedene Beleuchtungsszenarien zu schaffen helfen 3-5 Lichtquellen, mit Leuchtmitteln in warmweiß (Farbtemperatur unter 3300 Kelvin). Das gilt übrigens nicht nur für kleine Räume.

 

10. Suche nach einem Konzept.

Ein harmonisch eingerichteter Raum wirkt wie „aus einem Guss“, damit harmonischer und ruhiger, also großzügiger.
Versuche Dich an einem Farbkonzept, an dem Du Dich orientieren kannst und überlege Dir, welchen Wohnstil Du bevorzugst. Ein wilder Mix kann auch gut aussehen, ist aber was für Profis und vielleicht doch besser geeignet für größere Räume.

Farbkonzept Schlafzimmer coral. hamburgvoninnen.de

Bonus-Tipp.

So, und jetzt ran an den Speck. Das beste ist nämlich einfach
11. Einfach mal Möbel umstellen und ausprobieren, was wie wirkt. Dabei auch Möbel aus anderen Räumen mit einbeziehen…wer weiß, vielleicht ist die Kommode in der Diele genau das Key Piece, dass dem Wohnzimmer fehlt.

 

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Foto 1 © Jules Villbrand