schön selbstgemacht

Minimalistisches Bullet Journal – einfach schneller

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minimalistisches Bullet Journal, hamburg von innen. Foto: @minimaljournal

Zum Anfang des Jahres habe ich beschlossen mein Bullet Journal minimalistischer zu halten. Wie und warum erzähle ich euch heute.

 

Zum Ende des letzten Jahres bin ich in Sachen Bullet Journal an meine Grenzen gekommen. Ich hatte einfach keine Zeit den analogen Kalender zu führen.
Der eigentlich gute Ansatz sich Zeit zu nehmen und jeden Abend den nächsten Tag vorzubereiten und den vergangenen Revue passieren zu lassen finde ich nach wie vor gut und richtig, auch für mich. Ich wollte aber nicht nur einen Kalender führen, sondern auch, dass er hübsch aussieht. Jeder Tag mit eigenem Header, einige Tracker und Statistiken mussten ausgefüllt und gepflegt werden.

minimalistisches Bullet Journal, hamburg von innen

Allerdings brauche ich dafür natürlich Zeit und im November und Dezember hatte ich diese schlichtweg nicht.
Zum einen gab es vor Weihnachten im Büro noch eine wichtige Deadline, auf die wir alle 6 Wochen lang quasi 24/7 hingearbeitet haben (oder sagen wir 14/7,…). Abends wollte ich dann meist nur noch was essen, duschen und ins Bett. So sind außerhalb des Büros auch nicht so viele Termine und Aufgaben aufgelaufen, die ich im Bullet Journal hätte organisieren müssen, hehe. Alles Weitere habe ich digital auf dem Telefon mit praktischer pünktlicher Erinnerungs-Funktion eingetragen.
Obendrein hat sich im November dann noch unser Umzug zum Ende Dezember angekündigt, manchmal geht alles einfach ganz schnell. Der Liebste hat das wegen Zeitmangels meinerseits fast alleine gewuppt.

Will sagen: das Jahresende 2016 war bei mir eine einzige Ausnahmesituation. Deshalb habe ich mein so heiß geliebtes Bullet Journal schleifen lassen.
Aber jetzt möchte ich damit wieder weitermachen, wenn auch reduzierter, als ich es ursprünglich mal angefangen hatte.

 

Einfach schneller: ein minimalisches Bullet Journal

 

Im Netz gibt es ja ganz tolle Anregungen, was man mit dem Bullet Journal alles anstellen und dokumentieren kann.
Bei vielen Nutzern ist die Grenze zum Scrapbooking quasi fließend.
Aber auch dieses „Hübschmachen“ kostet (mich) einfach zu viel Zeit und bringt mir am Ende des Tages nicht wirklich was. Zur Organisation braucht es die Deko nämlich nicht.
Deshalb werde ich auf die sehr reduzierte Form zurückgreifen, die auch der Bullet Journal Erfinder Ryder Carroll seinerzeit zu Grunde gelegt hat.

Übersicht Woche. Minimalistisches Bullet Journal, hamburg von innen

Einfache Kalenderführung, kein Schnickschnack. Dazu noch To Do-Listen, meinen Habit Tracker (der wirklich hilfreich ist) und was sonst noch so notiert werden muss (für den Blog z.B.).

Aber ohne Colorieren, aufwendige Header, Handlettering-Experimente, Statistiken über dies und das und so weiter.

Tagesübersicht. Minimalistisches Bullet Journal, hamburg von innen
Das scheint mir ein guter Schritt zu sein. Wenn ich nicht mehr den Anspruch habe, dass jede Seite ein Kunstwerk sein muss, setzt mich das auch nicht so sehr unter Druck und der reine Organisations-Charakter steht wieder im Vordergrund.
Und dafür habe ich dann auch wieder Zeit.
Inspiration für ein minimalisches Bullet Journal finde ich zum Beispiel auf dem Instagram-Account von Austin Miller (der mit freundlicherweise erlaubt hat einige seiner Fotos hier zu verwenden) oder auch bei Ryder Carroll selbst. Übersichtlich, einfach, schnell. So mag ich das.

Monatsübersicht. Minimalistisches Bullet Journal, hamburg von innen

Wie sieht’s bei euch aus mit der Organisation? Benutzt ihr einen Papierkalender oder doch eher das Smartphone? Habt ihr Erfahrung mit Bullet Journalling gemacht?
Verratet es mir in den Kommentaren!

 

Fotos © Austin Miller

Verena
Moin! Ich bin Verena und schreibe hier über Interior Styling und mein Leben in Hamburg.

4 Comments

  1. Ich führe seit September mein Bullet-Journal und nach einigen künstlerischen Ambitionen, was die Gestaltung der Monatsblätter angeht, habe ich mich auch ganz schnell für eine minimalistische und damit umsetzbare Form entschieden. Ich benötige keine extra Monatsübersicht, da ich einen kleinen Jahreskalender in der Küche hängen habe, sondern plane die Woche in einer Doppelseite ohne jeden Schnickschnack. Es gibt dann bloß noch eine allgemeine To-Do-Liste pro Woche, wenn ich mich nicht auf den Tag festlegen kann. Eine zweite Farbe hilft beim Markieren von bestimmten Ereignissen. Das genügt.
    Es grüßt die Billa

  2. Ach das klingt doch gut! So ein Notizbuch soll ja auch arbeitserleichternd – und nicht erschwerend sein. ; )
    So ein paar DInge find ich aus dem klassischen bullet-Journal auch recht praktisch und nutze es auch – vieles, was ich so aus dem Internet kenne, ist mir aber für meine persönliche PLanung zu aufwendig.
    Ich bin gespannt, ob dieses Jahr so schön smooth wird, dass DU ganze zwölf Monate mit Deinem minimalistischen Ansatz durchkommst!
    Viele liebe Grüße! Julika

  3. Liebe Verena, Danke für den tollen Artikel. Gibt es denn in Hamburg einen schönen Shop, wo man schönes (und bezahlbares) Zubehör wie Washi tape und Stifte kaufen kann, oder bestellst Du alles online?

    Liebe Grüße,

    Vanessa

    1. Liebe Vanessa, danke für deinen Kommentar! Da habe ich einige Favoriten… das ist doch eine gute Idee für einen Blogpost, oder? Vielen Dank für die Inspo! Stay tuned :D

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