– Werbung – Bei Wohnaccessoires und Möbeln ist Kork als Material im Zuge des Nachhaltigkeitstrends schon längst wieder total angesagt und auch Korkboden ist wieder stark im Kommen. [WERBUNG]

Einige assoziieren mit Korkboden vielleicht den ollen Partykeller bei Oma und Opa oder sogar bei den eigenen Eltern (ja, hier!). Mit bunten Lichterketten, einigen geschenkten Spirituosen im (verspiegelten Eichefurnier-) Regal und einer etwas zu staubigen, ausrangierten Cord-Couch. Auf jeden Fall irgendwas mit den 70er und 80er Jahren.

Als meine Schwester und ihre Familie vor fast fünfzehn Jahren ihr Haus bauten, entschieden sie sich für Korkboden in den Kinderzimmern. Ich hatte damals, am Anfang meines Architekturstudiums, Kork als Boden nicht so richtig auf dem Schirm und tatsächlich eher obige Assoziationen mit dem Material Kork.

Aber, oh wie dumm von mir!
Kork ist super als Bodenbelag!

Korkboden im Wohnraum, hamburgvoninnen.de, ©Deutscher Kork-Verband

Die vielen Talente von Korkboden

Meine Schwester und ihr Mann hatten sich damals für dieses Material entschieden, weil sie einen Boden haben wollten, auf dem die (damals noch recht kleinen) Kinder gut spielen konnten.

Also musste der Bodenbelag vor allem leicht zu reinigen und natürlich auch warm sein.
Das trifft alles auf Korkboden zu. Selbst barfuß fühlt sich Kork wunderbar warm unter den Füßen an, ganz ohne Fußbodenheizung.

Haptischen Eigenschaften von Korkboden

Apropos Fuß-Feeling: Kork ist außerdem elastisch, federt also leicht beim Darübergehen. Tausende Luftzellen pro Kubikzentimeter der abgestorbenen Rinde sorgen dafür. Das macht ihn nicht nur sehr gelenkschonend, sondern auch wunderbar leise. Nicht umsonst werden dünne Korkplatten auch als Trittschalldämmung beim Verlegen unter Parkett und Laminat verwendet.
Wenn du mit Schuhen über den Korkboden läufst, klackert es auch nicht so doll. Ein Feature, dass meine Schwester übrigens auch sehr schätzt, wie sie mir verraten hat.

Reinigung oder: „…und wie macht man das sauber?“

Leicht zu reinigen ist Kork darüber hinaus auch. Er nimmt keinen Staub auf, zieht ihn aber aus der Luft (super für Allergiker!) und im Normalfall reicht Staubsaugen vollkommen aus. Alternativ kann der Korkboden auch hin und wieder „nebelfeucht“ gewischt werden.

Korkboden im Badezimmer, hamburgvoninnen.de, ©DKV

Dekorvarianten

Meine Schwester hat sich damals für Kork in seiner natürlichen Optik und Farbgebung entschieden und auch ich muss sagen, dass ich ihn so am allerschönsten finde.

Mittlerweile gibt es Korkböden aber auch in vielen anderen Dekoren, Mustern und Farben. Der Digitaldruck macht’s möglich.
Besonders gefragt sind laut des Deutschen Kork-Verbandes Holz- und Fliesendekore, die die Eigenschaften des Korks mit der Optik dieser anderen beliebten Bodenbeläge kombinieren. So verfliegt dann auch die letzte 70er Jahre Partykeller-Assoziation, haha!
In der Variante als Kork-Fertigparkett ist er dank Nut-und-Feder-Prinzip zudem auch sehr leicht und schnell zu verlegen, ähnlich wie zum Beispiel Laminat.

Korkboden in Fliesenoptik, hamburgvoninnen.de, ©DKV

Nochmal alle Eigenschaften im Überblick:

Korkboden ist…

  • warm
  • elastisch und damit gelenkschonend
  • schalldämmend
  • leise beim Darübergehen
  • leicht zu reinigen (staubsaugen, gelegentlich nebelfeucht wischen)
  • allergikerfreundlich
  • in vielen verschiedenen Dekoren, Mustern und Farben erhältlich
  • als Fertigparkett einfach zu verlegen

 

Korkboden am Kamin, hamburgvoninnen.de, ©DKV

Das große Thema Nachhaltigkeit

Für mich ist insbesondere auch der Aspekt der Nachhaltigkeit interessant und wichtig.

Korkeichen können ungefähr alle 9 Jahre „geschält“ werden. Das heißt, dass die äußere Rinde abgelöst wird, ohne, dass der Baum Schaden nimmt und so einfach weiter wachsen kann. Es wird also keiner gefällt, um das Material zu gewinnen.
Die Korkrinde wird anschließend getrocknet und komplett verwertet.

Korkrinde gestapelt. Korkboden, das natürliche Multitalent, hamburgvoninnen.de, ©DKV

Korkboden ist sehr robust und strapazierfähig und damit langlebig. Ein absoluter Pluspunkt in Sachen Nachhaltigkeit!
Zudem kann Kork nach seiner Lebenszeit als Bodenbelag zu 100% recycelt werden. Das ist doch mal ein Wort, oder?
Der Kork, der für die Bodenbelagsproduktion verwendet wird, kommt hierzulande meist aus Spanien und vor allem Portugal, wo es große Korkwälder gibt. Die Korkeiche ist dabei auch noch eine echte CO2-Schluckerin, auch nicht unwichtig heutzutage.

Korkeiche mit Rinde. Gewinnung von Korkboden. hamburgvoninnen.de, ©Deutscher Kork-Verband e.V.

Noch mehr Infos gefällig?

Du baust oder renovierst und ziehst Kork als Bodenbelag in Erwägung?
Oder hattest du das Material, wie ich damals, so gar nicht auf dem Schirm, ziehst es aber jetzt in Betracht?
Auf der Webseite des Deutschen Kork-Verbandes findest du alle Infos zu dem Naturprodukt, seiner Gewinnung, Verlegung und natürlich ein Herstellerverzeichnis.


Dieser Post entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kork-Verband e.V., der mir auch die Fotos zur Verfügung gestellt hat.
Vielen Dank!

Fotos ©DKV