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Moodboard: kreativ zum passenden Wohnkonzept

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Einrichten mit Moodboards, Ausschnitt, hamburgvoninnen.de

Mit einem Moodboard kann man spielerisch und kreativ ein passendes Wohnkonzept für sich finden. Wie das geht und worauf Ihr achten solltet erfahrt Ihr hier.

Ich hatte das große Glück vergangene Woche an einem Workshop mit Gudy Herder teilnehmen zu dürfen. Gudy ist die Königin der Moodboards, das kann man ohne Übertreibung so sagen, und ich bewundere sie und ihre Arbeit sehr.
Der norwegische Parkett-Hersteller Boen hatte zu diesem Workshop eingeladen bzw. die Teilnahme verlost. Meine liebe Freundin Yvonne hatte teilgenommen, gewonnen, durfte noch jemanden mitbringen und dachte dabei ausgerechnet an mich. Ein dicker Kuss an Yvonne an dieser Stelle :*

Ich wusste schon, dass es ein kreativer und lehrreicher Abend werden würde, voller Inspiration und ich wurde nicht enttäuscht.

Einrichten mit Moodboard, hamburgvoninnen.de

Moodboards liebe ich ja und es macht mir großen Spaß mit Hilfe dieses Tools Wohnkonzepte zu entwickeln oder einfach nur erst einmal Ideen zu filtern.

Aber von vorn. Wie geht eigentlich so ein Moodboard?

 

Wie geht eigentlich so ein Moodboard? Ganz einfach: mit 3 einfachen Grundregeln

 

Ein Moodboard ist eine Art Material- und Farbcollage, aber auch Fotos, die die gewollte Stimmung transportieren können genutzt werden.
Für die Strukturierung gab uns Gudy die wichtigsten Basics mit, wir hatten auch nicht allzu viel Zeit. Es gibt erstmal drei einfache Dinge, die man beachten sollte:

  1. Overlapping: Materialien und Fotos werden überlappend angeordnet. So passen zum einen mehr Dinge auf das Board (aus Pappe, Holz, Papier usw.), man generiert mehr Schnittmengen, die man direkt miteinander vergleichen kann und außerdem erzeugt es eine Tiefe, quasi eine 3D Wirkung. Außerdem kann man auf diese Weise auch Relevanz ausdrücken… was ganz unten liegt und großflächig überlappt wird, tritt nicht so sehr in Erscheinung, wie etwas, das prominent oben auf liegt. Eigentlich ganz logisch, oder?

  2. Key Piece: das Element, das dir für dein Konzept am wichtigsten ist, wird zentral oder an prominenter Stelle platziert. Ziel ist, dass dieses Bild oder Material das erste ist, was man auf dem Moodboard wahr nimmt. Alles andere wird dann drumherum platziert (und mit Hilfe des Überlappens nach Wichtigkeit gestaffelt).

  3. hell nach dunkel: Farblich wird das Moodboard am besten von hell nach dunkel in Leserichtung aufgebaut, also von ganz hell oben links nach ganz dunkel unten rechts. Es sei denn natürlich für dein Konzept ist es essentiell es genau anders herum zu machen, z.B. weil du den Schwerpunkt auf dunkle Farben und Materialien legst oder eine optische „Schwere“ erzeugen möchtest.

 

Einrichten mit Moodboard, in Aktion, hamburgvoninnen.de Einrichten mit Moodboard, in Aktion, hamburgvoninnen.de

Ganz wichtig: erstmal machen!

Gar nicht so kompliziert, oder?
Wir haben jedenfalls gleich fröhlich losgelegt, Materialien gesichtet, Zeitschriften nach prägnanten Fotos durchstöbert, Farbfächer geblättert und drapiert, überlappt, fokussiert, verworfen, wieder von vorn angefangen, geschnibbelt und geklebt wie die Weltmeister.

Dabei ist man natürlich erstmal völlig frei. Erlaubt ist, was gefällt, oder wie heißt es so schön.
Erstmal einen Eindruck bekommen und dann hinterfragen „Bin ich das? Finde ich mich in diesem Konzept wieder?“
In meinem Fall habe ich tatsächlich zwei Anläufe gebraucht. Aber gerade das war so spannend und auch lehrreich: hm, das sieht alles toll aus, aber irgendwas fehlt… stimmt, das passt gar nicht zu mir. Also mit Mut einfach nochmal von vorn. Yay!

Moodboard Workshop mit Gudy Herder für Boen. hamburgvoninnen.de

Gudy stand natürlich mit Rat und Tat zur Seite und hat erwartungsgemäß kompetent die richtigen Tipps gegeben. Auch das war interessant zu sehen: mit ein paar Handgriffen hat Gudy das vermeintliche Chaos auf dem Moodboard beseitigt, einfach, indem sie ein paar Elemente umsortiert hat. Sie hat einfach mehr Übung :D

 

Auf jeden Fall hatten wir alle viel Spaß beim Moodboarding und die ein oder andere wird ihr neues Konzept auch zuhause umsetzen.
Vorausgesetzt, der Partner kann davon überzeugt werden.
Das geht mit einem Moodboard natürlich viel besser, als nur mit Worten und Farbkärtchen. Mit einem Moodboard bekommt auch ein Dritter einen Eindruck von der Idee, kann Materialien fühlen und sehen, wie sie zusammen aussehen. „Kann ich mir nicht vorstellen“ gildet dann nicht mehr. Super, oder?

Ihr seht, ich bin begeistert. Und tatsächlich habe ich ja auch schon zwei meiner eigenen Moodboards auf dem Blog vorgestellt, nämlich hier und hier. Dort könnt Ihr gleich mal prüfen, ob sie den drei Regeln oben entsprechen.

Noch mehr Moodboard – Inspiration findet Ihr auf meinem Pinterest – Moodboard – Board.
Viel Spaß beim Stöbern!

Einrichten mit Moodboard, Ergebnis, hamburgvoninnen.de

Habt Ihr jetzt selbst auch Lust auf Moodboards? Wie plant Ihr Eure Einrichtung sonst? Ich freue mich auf Eure Kommentare dazu!

Verena
Moin! Ich bin Verena und schreibe hier über Interior Styling und mein Leben in Hamburg.

5 Comments

  1. Moodboards sind eine tolle Sache um Ideen zu visualisieren, interessant ist, dass sie einem Grundprinzip folgen.
    Deins ist toll geworden. Blau, gold und rot kommen mir bekannt vor. Die Farben habe ich schon öfter hier gesehen ;).
    Liebe Grüße
    Cora

    1. Liebe Cora,
      ja, ich liebe einfach Farbe… da kann ich nicht aus meiner Haut :D
      Ich bewundere auch weiße/graue/schwarze/monochrome Interieurs und finde sie toll anzuschauen. Für mich persönlich würde das aber überhaupt nicht passen und ich könnte es auch nicht durchziehen :D

  2. Hallo auch mal wieder von mir. Mitlesen tu ich ja eigentlich immer, aber irgendwie habe ich in letzter Zeit selten kommentiert… Moodboards finde ich klasse, aber nehme mir viel zu wenig Zeit dazu. Und dann finde ich auch, dass sie irgendwo Raum brauchen, um gut hängen zu können und sichtbar zu sein. Das klappt bei mir unterm Dach nicht. Zuviele Schrägen, zu wenig Geraden, die frei bleiben. Aber Lust auf mehr hätte ich da definitiv dazu. LG. susanne

    1. Liebe Susanne, danke für Deinen Kommentar, ich freu mich über jeden einzelnen :)
      Die Moodboards nutze ich tatsächlich nur „zum Arbeiten“, ich hänge sie also gar nicht dauerhaft irgendwo auf… aber eigentlich ist das eine schöne Idee :)
      Liebe Grüße zu Dir!

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