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Warum zur Miete wohnen manchmal nervt.

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Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mich ein bisschen darüber ärgere, dass diese Wohnung nicht unser Eigentum ist.
Die Sonne scheint so herrlich ins Schlafzimmer und der Kater macht es sich auf der Fensterbank bequem. Das kann ich so gut nachvollziehen und würde so gerne mit ihm tauschen.

Wenn das unsere Wohnung wäre, würde ich die 35cm tiefe Fensterbank rausreißen und eine neue Konstruktion auf die niedrige Brüstung bauen, die tief genug ist auch einem Menschenhintern eine bequeme Sitzfläche zu bieten. So richtig schön mit Rückenlehne und dicken Polstern, Platz genug für ein Tablett mit Tee und Keksen oder Limo und Obstkuchen, je nach Wetter. Das wäre ein Traum, nein, das IST ein Traum und wird auch erstmal Traum bleiben müssen.

 

Aber da ich gerade von der idealen Wohnung träume….

Als nächstes würde ich ein paar größere Umbauten vornehmen:
aktuell ist unser Bad winzig, ehrlich, es könnte nicht kleiner sein. Um das zu ändern würde ich die Wand zwischen Küche und Bad rausreißen und den gesamten Raum (also die Fläche von jetziger Küche und Bad) als Wohlfühlbad umbauen. Das mit dem Zugang zum Nordbalkon wäre etwas speziell, zugegeben.

Unser jetziges Arbeitszimmer würde ich dann zur Wohnküche umgestalten. Ja, das mit der Leitungsführung wäre eine Herausforderung, aber es gibt für alles eine Lösung. Dann hätten wir eine 20qm Küche mit großem Esstisch oder aber Kochinsel (darüber gäbe es hier dann wohl noch Diskussionen) und – das finde ich tatsächlich immer besonders schön – mit Dielenboden. Hach…

Natürlich würde ich auch überall die Raufasertapete an den Wänden entfernen… lassen. Das selbst zu machen hat an der kleinen Wand in der Küche letztes Jahr schon so ewig gedauert und war so mühsam, dass ich mir das vorerst abgeschminkt habe. Wozu gibt es Profis?

Und wenn die Baustelle schon liefe, würde ich auch gleich die Gelegenheit nutzen neue Fenster einzubauen… inklusive Balkontüren mit Glas überall (aktuell haben sie im Brüstungsbereich ein gedämmtes Paneel).
Die Dielen in Wohn- und Schlafzimmer könnten wir dann auch noch weiß lackieren…

 

Gut, genug geträumt.

Davon abgesehen, dass der Kauf einer Wohnung in dieser Größe und Lage für uns aktuell mehr als utopisch wäre und die genannten Umbaumaßnahmen annähernd noch einmal das Gleiche kosten würden, mag ich unsere Wohnung ja auch eigentlich so wie sie ist.
Ich liebe den Südbalkon und eben, dass die Sonne so schön ins Schlafzimmer scheint. Es ist hell, wir haben tollen Dielenboden, hohe Decken und eine neue Küche.
Und so lange die Fensterbank nicht tief genug zum Sitzen ist, mache ich das beste draus und nutze sie als temporären Schreibtisch und plane die nächste Renovierungsaktion.

Wohnung Schreibtisch auf der Fensterbank, hamburg von innen

Verena

Moin! Ich bin Verena und schreibe hier über Interior Styling und mein Leben in Hamburg.

19 Comments

  1. Verstehe ich. Alles. Aber sei Dir ganz sicher, auch ein Eigenheim ist nicht so schnell renoviert. Da stehste nämlich auch immer vor der Frage, was zuerst und was zuletzt und erst schön oder erst muss und das Geld … Ach Du merkst, manchmal macht es kaum einen Unterschied ob Eigenheim oder nicht :-).

    Herzlichst,
    Steph

    1. Liebe Steph, ja, das glaube ich, dass das auch nicht alles so einfach ist. Wie gesagt, der finanzielle Aspekt ist ja ohnehin der entscheidende ;)
      Liebe Grüße zu Dir!

  2. Hallo Verena, ich verstehe Dich sehr gut – ich bin auch oft genervt, dass ich in meiner Mietwohnung nicht so schalten und walten kann wie ich gerne würde! Allerdings die ‚Rausguck-Träum-Möglichkeit‘ ist einfach umzusetzen: Stell einfach ein Regal in der passenden Höhe davor und Du verbreiterst somit die Fensterbank, hast noch die Möglichkeit ‚Dinge‘ griffbereit zu verstauen. Falls ein fertiges von der Höhe nicht passen sollte, kann man dies gut mit Brettern aus dem Baumarkt ausgleichen. Kissen drauf: fertig! Viel Spaß, ahoi, Claudia

    1. Liebe Claudia,
      danke für Deine Anregung! Wir haben in der Tat auch schon hin und her überlegt, wie wir der Katze den Platz streitig machen können. Bisher sind die Ideen daran gescheitert, dass dann entweder das Fenster nicht mehr aufgeht (wenn man ein tieferes Brett auf die Fensterbank legen würde), die Heizung zugestellt wird (mit einem Regal z.B.) oder es schlichtweg nicht schön und zu gebastelt aussieht. Aber wir bleiben dran ;)
      Danke Dir und liebe Grüße,
      Verena

  3. Oh das kenn ich – zu genüge sogar. Auch wir wohnen zur Miete und manches würde ich DEFINITV anders machen, wenn unser kleines Häuschen uns gehören würde. Denn auch ich träume schon ganz ganz lange von genau einer solchen Sitzecke im Fenster, wie Du es beschreibst. Freunde von uns haben das und ich bin immer ganz schön neidisch.

    Und wenn man so träumt, träumt man natürlich weiter…. kommt vom einen ins andre und ruck zuck ist man wieder in der Realität….. ja so läufts, aber Träumen darf schließlich auch erlaubt sein :)

    Ganz liebe Grüße,
    Pamy

    1. Ja, so ein bisschen Träumen schadet ja auch nicht :)
      Bei mir ist es schon berufsbedingt so, dass ich gleich potenzielle Umbauten auslote :D

  4. So schön bei dir! Was habt ihr für eine wunderbare Aussicht, und hohe Decken, Dielen, hach… Das Träumen kann ich jedoch sowas von Nachvollziehen, ich träum mir auch immer eine ganze Menge zusammen (obwohl wir ’ne eigene Wohnung haben, kann ja leider nur ein Bruchteil umgesetzt werden ;) ) Eine Fenstersitzbank fänd ich ebenfalls äußerst verlockend! Liebe Grüße, Ulli

  5. Ich träume auch gerne schon mal von einer eigenen Wohnung oder noch besser einem eigenen kleinen Häuschen mit ein bisschen Grün. Aber auf der anderen Seite … so viel Kosten! So viel Verantwortung! Vielleicht ist es doch ganz gut, dass wir uns das gar nicht leisten können. ;)

  6. Ein toller Fensterplatz ist das!

    Darf ich fragen was du für ein Notizbuch zu hast? Ich bin auf der Suche nach einem neuen dass eher flexibel ist…. :)
    Liebe Grüße

    1. Liebe Lisa, vielen Dank!
      Die Notizbücher sind eine Mischung aus Kalender und Notizbuch von „notonlynotes“… Es gibt pro Quartal eine Kladde. Ich nutze sie als Blog-Planer, was super funktioniert! Schau mal unter notonlynotes.tictail.com , da gibt es die Planer, aber auch „richtige“ Notizbücher, soweit ich weiß. :)

  7. Ich kann das so gut nachfühlen. Wobei Wohnen nie meine Priorität war/ist. Also nicht das ich obdachlos sein will. Aber ich gebe mir auch nicht so wirklich Mühe in meinen 4 Wänden. Eher alles funktional als schick.

    Nichtsdestotrotz habe ich mich mal damit beschäftigt mir ein Eigentum zuzulegen. Aber in Hamburg muss man da natürlich auch echt was auf den Tisch legen. Hach…na gut. Dann weiter funktional!

    Yvonne

    1. Ja, das mit dem Wohneigentum in Hamburg ist so eine Sache für sich…
      Und funktional wohnen ist an sich ja auch erstmal nichts Schlechtes :)

  8. Wir wohnen auch zur Miete und manchmal denke ich auch, es wäre besser, wenn wir was eigenes hätten. Aber vor dem hohen Schuldenberg scheue ich dann doch zurück… Einen tollen Blog hast Du! Liebe Grüße

  9. wunderbar… die gedankenspiele.

    ich träume nach wie vor von anthatzit-farbenem lino in der küche… oder doch gleich die küche ins wohnzimmer… (= wohnküche) und die bisherige küche zur mini-schlafkammer… bei der gelegenheit den fiesen bodenbelag im flur raus….
    ach ja.
    hätte ich eine eigentumswohnung wäre ich wahrscheinlich doppelt pleite *grins*

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