INDIVIDUELLE BADEZIMMER-EINRICHTUNG 
– ODER: TSCHÜSS GASTHERME & WASCHMASCHINE

– Werbung – Das Badezimmer: in vielen (Miet)Wohnungen eher stiefmütterlich behandelt und selten so richtig gemütlich. Dabei geht doch gerade im Herbst nichts über ein entspannendes Bad in gemütlicher Umgebung.
Warmes Licht, Kerzenschein, ein gutes Buch, vielleicht ein Glas Rotwein. Und bestenfalls eben ein wohnliches Badezimmer.
Aber wie bekommst du das, wenn du in einer Mietwohnung lebst?
Hier hast du bei Einzug oft wenig Einfluss auf die Einrichtung und Ausstattung des Bades.
Wenn du nicht gerade einen Erstbezug nach Kernsanierung bist und Mitspracherecht bei der Wahl der Sanitärobjekte hattest (wer hat als Mieter schon so viel Glück?!) bist du also auf das angewiesen, was dort ist. Manchmal sind das fast schon museumsreife Fliesen aus den frühen Fünfzigern, öfter aber merkwürdigfarbene Kacheln und Objekte aus den Siebzigern oder Achtzigern. Oder aber expressionistische Bordüren und Farben aus den Neunzigern.
Oder aber die Ästhetik des Badezimmers wird überschattet von einer hässlichen Gastherme oder der Waschmaschine.

Farbe und individuelle Lösungen für’s Badezimmer

Mit unserem Bad hatten wir vergleichsweise wirklich Glück: kein klassisches Hamburger Altbaubad (in dem man sich kaum umdrehen kann, wie in der alten Wohnung), sondern etwas geräumiger mit kleiner Wanne, Platz für die Waschmaschine (denn in der Küche finde ich sie ehrlich gesagt noch nerviger) und einer Nische, die wir als Stauraum umfunktioniert haben. Dazu weiße Boden- und Wandfliesen und ein großes Fenster. Also eine ganz gute Basis, um dem ganzen einen persönlichen Stempel aufzudrücken.

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“Es muß eine Menge Dinge geben, gegen die ein heißes Bad nicht hilft. Aber ich kenne nicht viele.”
– Sylvia Plath
Die weißen Fliesen überall waren mir von Anfang an zu ungemütlich, so dass ich als erstes die verputzten Wandflächen und die Decke in einem kuschligen Rosa-Grau (Peignoir) gestrichen haben.

Farblich passend habe ich dann auch die Regalboxen an der Wand gestrichen, die nun eine kleine Präsenzbibliothek (für ausgiebige Wannenbäder), Handtücher und Kosmetik etc. beherbergen. Wegen der Rohrkästen am Boden war eine stehende Regallösung nicht möglich und die wandmontierten Holzboxen machen sich super im Bad.

Der weiße Waschtisch war ebenfalls schon bei Einzug vorhanden und ich kann gut damit leben, auch wenn ich mir persönlich wahrscheinlich keine Hochglanzfronten ausgesucht hätte.
Den runden Spiegel habe ich absichtlich asymmetrisch darüber angebracht, um fürs Make-Up auch mal näher an den Spiegel herantreten zu können. Außerdem bleibt so links genug Platz für eine abgehängte Leuchte, die wiederum gemütlicheres Licht spendet, als die Einbau-Downlights… wieder sehr schön bei längeren Wannenbädern.

Herausforderung Katzenklo und Gastherme

Da der Kater sein Katzenklo ebenfalls im Bad hat, muss die Badezimmertür immer offenstehen. Das bedeutet gleichzeitig, dass wir durch den Flur immer auf die eher hässliche Gastherme und die Waschmaschine schauen mussten. Das hat mich wirklich gestört.
Also habe ich überlegt, wie ich da Abhilfe schaffen könnte. Eine Katzenklappe in der alten Tür war leider keine Option. Der Platz reichte auch nicht aus, um Therme und Waschmaschine in einem gemeinsamen Schrank verschwinden zu lassen. Aus dem gleichen Grund fiel auch eine kleine Trennwand aus. Eine einzelne, von der Decke hängende Stoffbahn wäre eine Möglichkeit gewesen, jedoch hätten wir von Wanne und WC dann trotzdem noch einen freien Blick auf die Ungetüme gehabt.

Versteckter Stauraum und Sichtschutz für die Ungetüme im Bad

Um also mehr Ruhe in die Gestaltung des Bades zu bekommen und auch um noch mehr Textur und Farbigkeit (und damit Gemütlichkeit) reinzubringen, habe ich mich dann aber für einen kompletten Vorhang entschieden.
Dieser verbirgt nun nicht nur die Gastherme und die Waschmaschine, sondern auch die Wäsche und unsere Abstellnische mit Staubsauger und Co.
Wenn wir die Waschmaschine füllen oder leeren können wir den Vorhang einfach auf- und danach wieder zuziehen.
Für den Fall, dass er mal ein bisschen offensteht, haben wir entsprechend hübsche Wäschekörbe.Das Korb-Set habe ich auf otto.de gefunden. Den größten der Körbe dient uns wie gesagt als Wäschekorb, im mittleren bewahre ich Putz- und Waschmittel auf und im kleinsten finden Tücher und Lappen Platz.

Der Vorhang ist aus Baumwolle (Polyester ist im Bad bestimmt eigentlich sinnvoller, weil es Feuchtigkeit nicht so sehr bindet, aber ich habe einfach eine Aversion gegen Kunstfasern entwickelt, so dass das keine Option war. Und zum Glück können wir unser Bad gut und ausreichend lüften) und passt farblich zu Wänden und Regalen (ja, ich war mit Farbkarte unterwegs, als ich den Stoff ausgesucht habe).
Montiert habe ich den Vorhang an einer klassischen, günstigen, einläufigen Deckenschiene, ebenfalls von otto.de. Sie kommt mit sehr geringer Aufbauhöhe aus und wird direkt an die Decke geschraubt. Mit zwei 135°-Winkelstücken aus dem gleichen Schienensystem führe ich den Vorhang um die Ecke und behalte trotzdem gerade ausreichend Platz, um am Waschtisch vorbei zu WC und Wanne zu gelangen.
Die Vorhanglösung macht außerdem den Raum viel intimer. Wie gesagt, ich liebe ausgiebige Wannenbäder und so muss auch das Bad für mich eine gewisse Gemütlichkeit ausstrahlen.

MIETWOHNUNG MIT EINBAUKÜCHE?

Hier geht’s zu den Tipps für eine individuelle Küchengestaltung!

Der Blick vom Flur ins Badezimmer ist jetzt wirklich harmonischer und viel ruhiger. Und auch die neue Gemütlichkeit im Bad gefällt mir ausgesprochen gut.

 

Extra Tipps für extra harte Fälle der Badgestaltung

Übrigens: auch bei merkwürdigfarbenen Fliesen und ockergelben Sanitärobjekten gibt es Lösungen…
Die Not zur Tugend machen hilft oft: gib deinem Bad ein Vintage-Thema. Oder entscheide dich bei deinen Badmöbeln, Accessoires usw. auf die Farbe Schwarz. Das bringt Ruhe und Konzept rein.
Wenn du eine Gastherme o.ä. nicht verstecken kannst, betone sie. Mit einem Anstrich in leuchtrot wird sie zum Kunstwerk (frag aber unbedingt vorher deinen Vermieter).

Auf jeden Fall kann ich dir empfehlen mutig zu sein und dich bei der Gestaltung des Bades nicht ausschließlich auf ausgesprochene Badezimmermöbel oder -accessoires zu begrenzen.
Denn dann hast du gleich viel mehr Möglichkeiten und das Bad bekommt eher die Ästhetik eines Wohnraumes.

Du siehst, wenn du etwas um die Ecke und „outside the box“ denkst, findest du auch für das Bad in der Mietwohnung eine schöne Lösung.

> Bist du happy mit deinem Bad? Was braucht dein Traumbad? Ich freu mich auf deinen Kommentar!
… und auch auf Anekdoten zu den hässlichsten Bädern in Mietwohnungen ;)

Dieser Post entstand in wunderbarer Zusammenarbeit mit Roombeez.
DANKE!