Am Dienstag hat Charlie Cosby hier ja schon einiges über ihren Job als Kreativdirektorin bei Farrow&Ball berichtet. Für mich klingt das nach einem absoluten Traumjob: Farben kreieren und ausprobieren, Muster entwickeln und aussuchen und zur Inspiration viel reisen und in Archiven stöbern. [WERBUNG]

Auch für die aktuelle Tapetenkollektion von Farrow&Ball gab es diverse Inspirationsquellen:
Japan steht dieses Jahr im Fokus, Kunst und Folklore und Handwerk gaben Anreize und Vorlagen für diese tollen neuen Muster.

Vögel, Fischernetze und Bambus

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Ein davonfliegender Vogelschwarm (Yukutori), ganz dezent in weiß und blassrosa, bildet dieses zarte Muster. Inspiration war hier eine japanische Tuschezeichnung aus der Mitte des 20.Jahrhunderts. Ich mag das Dekor sehr, denn ich habe ein kleines Notizbuch mit diesem Muster als Umschlag und es dient mir als Hochzeitsplaner … ich finde, das passt irgendwie, so leicht und frisch.

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Auch das eher geometrisch wirkende Muster „Amime“ hat seinen Ursprung in einer Tuschezeichnung, auf der japanische Fischer ihre Netze reparierten. Stimmt, ein Netz ist  erkennbar, aber durch das Druckverfahren und die Farbgebung stilvoll abgewandelt.
Anhand des Fotostylings sieht man auch, wie wandelbar dieses Dekor ist… für mich sieht das Bild nicht wirklich japanisch aus.

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Was ich nicht wusste: die aktuell allseits beliebten Hexagone sind wohl typisch japanisch. Man lernt nie aus. Und so stammt dieses Dekor (Shouchikubai) mit Blumen, Bambus und Bäumen in Sechsecken von einem Metallic-Druck aus Kyoto.
Zugegeben, es erfordert etwas Mut eine ganze Wand oder gar einen ganzen Raum damit zu tapezieren, aber wie hier in Kombination mit orientalischer Kunst und Designklassikern kann ich’s mir total gut vorstellen.
Die Dekore gibt es übrigens in je fünf Farbkombinationen, eine hübscher, als die andere.

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Was ich an allen Tapeten von Farrow&Ball besonders toll finde, ist der Druck, durch den die Bahnen einen fühlbare Struktur bekommen. Man merkt einfach, dass es Handarbeit ist. Von der Qualität der Farben und des Papiers ganz zu schweigen. Kein Wunder, dass die Produkte ihren Preis haben.

Zum Glück sind die Designs so außergewöhnlich, dass man auch schon mit einem kleinen Akzent im Raum eine große Wirkung erzielen kann… damit würde ich dann wohl erstmal anfangen. Zumindest solange ich zur Miete wohne.

Und welches Muster gefällt Euch am besten?

P.S.: Also ich fand meine Raufaser noch nie so langweilig und doof, wie jetzt gerade…

Photos: ©Farrow&Ball