MATER – DIE NÄCHSTEN KLASSIKER

Als ich zur Eröffnung in der Earth Gallery der dänischen Brand Mater im Hamburger Stilwerk war, kannte ich nur die formschönen Barhocker, die Space Copenhagen für die dänische Brand designt haben.

Wie viel mehr hinter Mater steckt sollte ich im Laufe meines Besuchs erfahren.

Nachhaltigkeit und Design

Henrik Marstrand, der CEO und Gründer von Mater war vor Ort und ich konnte mich lange mit ihm über die Firmenphilosophie, Nachhaltigkeit und Design unterhalten. Er erklärte die Herstellungsprozesse und erläuterte mir ausführlich die Materialien, die bei für Mater Produkte genutzt werden.
Am Ende der Veranstaltung glühte ich förmlich vor Erkenntnissen und neuen Perspektiven auf das ganze Thema Nachhaltigkeit und Begeisterung für die Möbeldesigns.

 

Was macht Mater so besonders?

Das Wort „Nachhaltigkeit“ wird mitunter recht inflationär benutzt und dient leider oft nur dem Greenwashing und Marketing.
Nicht so bei Mater. Das Unternehmen ist hier sehr konsequent und ist sich seiner Verantwortung in puncto Nachhaltigkeit sehr bewusst. Henrik Marstrand macht kein Geheimnis daraus, dass er mit Mater natürlich auch wirtschaftliche Interessen verfolgt. Das schließt einander aber keineswegs aus.

Schau dir auch gerne mal das Video an, in dem Henrik Marstrand über Verantwortung und die Firmenphilosophie von Mater spricht.

Zero Waste ja, aber…

Zum Thema Nachhaltigkeit und Zero Waste sagte Henrik Marstrand sinngemäß, dass es sehr wichtig sei, weniger Müll zu produzieren. Bis sich ein Effekt einstelle, dauere es aber einfach noch lange. Bis dahin sei es sinnvoll, die „Ressource“ Müll auch zu nutzen.

 

Die Materialien – Mater setzt auf Nachhaltigkeit und Recycling

Und genau das ist der Fall:
Mater setzt zum Beispiel auf verschiedene Arten von recyceltem Plastik und Meeresmüll. Hieraus ergeben sich mitunter spannende Materialien, z.B. der weiße Kunststoff, der rein aus alten Joghurtbechern hergestellt wurde und fast wie Marmor oder Terrazzo aussieht. Oder sehr bunte Kunststoffe mit interessanter Struktur.

Beim Holz verwendet Mater häufig Mangoholz. Wusstest du, dass Mangoholz ein Abfallprodukt ist? Mir war das gar nicht so bewusst. Mangobäume können nur eine bestimmte Zeit lang Früchte tragen. Ist diese vorbei, werden sie gefällt und verbrannt, um Platz für neue Bäume zu machen. Indem das Holz zum Möbelbau verwendet wird, hat nicht nur der Baum nach dem Fällen einen weiteren Nutzen, sondern auch der Mangobauer eine weitere Einnahmequelle.

Bei anderen Hölzern achtet Mater ebenfalls auf die Herkunft und FSC-Zertifizierung.

Leder, wie es zum Beispiel bei dem wunderschönen Rocker verwendet wird, stammt ausschließlich vom dänischen Lederbrand Sorensen und wird rein pflanzlich gegerbt.

Bei den Leuchten setzt Mater zunehmend auf LED Technologie, die zum einen energiesparend ist und zum anderen ganz andere Leuchtendesigns erlaubt, als andere Leuchtmittel. LED-Leuchten können aus temperaturempfindlicheren Materialien bestehen und in sich geschlossen sein, weil kaum Wärme bei der Lichtabgabe entsteht.

Die Produkte aus Aluminium bestehen ausschließlich aus recyceltem Aluschrott.
Mehr Infos zum Produktionsstandort Indien und dem Sandgussverfahren, mit dem das Alu in Form gebracht wird, findest du hier.

Wie sich das Thema Nachhaltigkeit in den aktuellen Einrichtungstrends niederschlägt, liest du hier.

Zeitloses Design

Glücklicherweise kommt auch die Gestaltung der Möbel und Leuchten keineswegs zu kurz.
Namhafte Designer wie eben Space Copenhagen (besagte Barhocker), Pederjessen (dieses Sofa!!), Todd Bracher (die Baby Dome Lampe auf den Fotos) oder Maters Haus- und Hof-Designerin Eva Harlou (das Daybed ist ja wohl der Kracher!) sorgen für zeitlose, stimmige Entwürfe, die absolut das Zeug zum nächsten Klassiker haben. Und auch das ist ja eine Form der Nachhaltigkeit.

Die Möbel wurden mir von der Mater Earth Gallery Hamburg für meine Fotos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Besonders auch dafür, dass ich den wunderschönen Imago behalten darf!