PIMP MY KITCHEN
8 TIPPS
ZUR INDIVIDUELLEN KÜCHE

Wenn du in eine Mietwohnung ziehst scheint eine individuelle Küche oft utopisch. Häufig ist schon eine Einbauküche vorhanden. Das hat den Vorteil, dass du nicht groß in die Küchenmöblierung investieren musst.
Aber eben auch den entscheidenden Nachteil, dass du nicht viel Einfluss auf die Optik und das Design deiner Küche hast.

Da du dich in deiner Wohnung aber absolut zuhause fühlen sollst, auch wenn sie gemietet ist, soll sich auch die Küche nicht nach Notlösung oder Dauerprovisorium anfühlen.

Hier sind einige Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um auch in der gemieteten Küche ein individuelles Zuhausegefühl zu erreichen:

8 Tipps für eine individuelle Küche nach deinem Geschmack

 

1. neue Wandfarbe.

Auch wenn du nur das vorhandene Weiß auffrischst: ein neuer Anstrich ist ein guter Weg sich die gemietete Küche anzueignen. Natürlich sind auch farbige Anstriche eine schöne Idee, in der Küche kannst du auch mutigere Töne wie Gelb oder helles Grün wählen, die gute Laune machen, für einen Wohnraum aber oft zu „quirlig“ und laut sind. Einen besonderen Akzent kannst du setzen, indem du die Decke farbig absetzt.

2. individueller Fliesenspiegel.

Falls der vorhandene Fliesenspiegel dir nicht zusagt, kannst du diesen z.B. mit einer zugeschnittenen, lackierten Holzwerkstoffplatte (z.B. MDF, Tischlerplatte, OSB) erreichen, oder auch mit satiniertem Glas. Letzteres ist recht kostspielig, insbesondere, wenn Aussparungen für Steckdosen etc. dazu kommen.
Noch einfacher kannst du den Fliesenspiegel mit speziellen Fliesenaufklebern aufhübschen. Diese gibt’s sowohl unifarben, als auch mit verschiedensten Mustern.

3. neue Griffe.

Ich habe mich für Ledergriffe entschieden, die der Küche gleich einen anderen Look verleihen. Die ursprünglichen Edelstahlbügel habe ich gut verpackt und verstaut, so dass ich sie bei Auszug wieder anbringen kann. Bei Griffen, die du nicht selbstmachst willst du auf den entsprechenden Abstand der Bohrlöcher achten, damit die neuen Griffe in die alten Löcher passen. Vom Bohren neuer (zusätzlicher) Löcher rate ich dringend ab, hier solltest du ggf. Rücksprache mit deinem Vermieter halten.

4. neue Fronten.

Einbauküchen sind meistens Modulmöbel, die standardisierte Maße haben. So ist es dann auch möglich neue Fronten für die Korpi zu bekommen. Das ist unter Umständen nicht ganz billig, aber günstiger, als eine komplett neue Küche. Die bestehenden Schranktüren etc. kannst du ordentlich lagern.
Wenn die Bestandsfronten eine Holzfurnier- oder Lackoberfläche haben, kannst du diese auch mit einem qualitativ hochwertigen Lack und nach entsprechender Vorbereitung des Untergrundes einen neuen Anstrich verpassen. Hier gilt auch unbedingt: frag vorher deinen Vermieter! Wenn du dir das professionelle Vorbereiten (gründliches Entfetten, Anschleifen, Zwischenschleifen, Aufbringen von Haftgrund) und Lackieren nicht zutraust, investiere hier unbedingt in einen Maler. Vielleicht beteiligt sich der Vermieter auch an den Kosten? Einfach mal nett fragen!

5. Teppich.

Ein schöner Läufer vor der Küchenzeile macht den Raum gleich gemütlicher. Keine Angst vor Flecken: es gibt strapazierfähige Teppiche extra für die Küche (aus Kunstfaser, alternativ auch Outdoorteppiche), ein stark gemusterter Orientteppich verzeiht auch einiges, Wolle ist zudem sehr schmutzabweisend.

6. Leuchten.

Bei Küchenleuchten denkst du vielleicht als erstes an Deckenspots, Pendelleuchten über dem Essplatz und Lichtleisten über der Arbeitsplatte. Hier kannst du aber auch viel freier rangehen. Eine tiefhängende Pendelleuchte in einer Raumecke oder über der Arbeitsplatte wirken raffinierter und sind echte Hingucker. Eine auffällige Tischleuchte auf der Arbeitsplatte wirkt wohnlicher als Einbaudownlights.

7. Offene Regale.

Ein offenes Regal kannst du unterschiedlich nutzen: bei uns stehen unsere Lieblingstassen darin. Du kannst auch Kochbücher darin inszenieren oder Lebensmittel in Gläsern und das Ganze mit dekorativen Elementen etwas wohnlicher gestalten. Auch hier macht sich eine kleine Leuchte sehr schön. Das Regal sollte bestenfalls nicht direkt neben oder oberhalb der Kochstelle angeordnet sein, damit die Bücher, Gläser, Tassen und Co. dem leicht fettigen Staub in der Küche nicht allzu stark ausgeliefert sind.

8. individueller Essplatz.

Wenn deine Küche groß genug für einen Essplatz ist, kannst du hier supergut deine eigene Handschrift reinbringen. Über Stil und Farbe von Tisch und Stühlen, Tischdecke, eine große Vase mit frischen Blumen, eine besondere Leuchte über dem Tisch… hier kannst du dich voll austoben. Achte aber darauf, dass es nicht zu wild wird in Kombination mit der Einbauküche. Wie so oft ist auch hier ein Farbkonzept durchaus hilfreich.

Drück der Küche deinen Stempel auf!

 

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten, wie du deiner gemieteten Küche deinen persönlichen Stempel aufdrücken kannst. Im Zweifel solltest du vor größeren Maßnahmen allerdings immer deinen Vermieter fragen und dir ggf. Absprachen auch schriftlich bestätigen lassen, damit es beim Auszug nicht zu bösen Überraschungen kommt.

Wie wir unsere neue Küche umgestaltet haben, kannst du in diesem Post sehen und lesen.

Foto: Izzie R. via unsplash.com