GANZ OHR
BESSERE RAUMAKUSTIK IN DEINER WOHNUNG

– Werbung (unbeauftragt) – Bestimmt kennst du es aus dem Büro oder dem Restaurant: viele Menschen sprechen gleichzeitig, es gibt jede Menge Umgebungsgeräusche und die Lautstärke schaukelt sich hoch. Hier ist es wichtig etwas für eine bessere Akustik zu tun.
Aber auch in deiner Wohnung kann eine schlechte Akustik richtig ungemütlich werden. Hier gebe ich dir Tipps, worauf du achten kannst und welche Maßnahmen für eine bessere Raumakustik in deinem Zuhause hilfreich sind.

“Die Erschütterung der Luft wird erst Schall, wo ein Ohr ist.”

– Georg Christoph Lichtenberg

Was ist überhaupt „schlechte Akustik“?

Lass uns zunächst ein paar Begrifflichkeit klären. Was bedeutet in diesem Zusammenhang überhaupt „Raumakustik“?
Wenn ein Raum besonders hallig ist, empfinden wir die Raumakustik als schlecht. In solchen Räumen ist die sogenannte Nachhallzeit (zu) hoch: die Schallwellen von Umgebungsgeräuschen oder Sprache werden lange und immer wieder reflektiert. Das wiederum sorgt dafür, dass die Sprachverständlichkeit abnimmt und du immer lauter sprechen musst, um verstanden zu werden. So schaukelt sich der Geräuschpegel nach und nach hoch. Man spricht dann auch vom „Turnhalleneffekt“.

Auch in deiner Wohnung kann es sehr hallig sein. Bestimmt hast du das z.B. bei einer Wohnungsbesichtigung schon selbst erlebt: leere Räume sind sehr hallig, je größer, desto mehr ist dieser Effekt wahrnehmbar.

Und selbst mit Einrichtung kommt es manchmal vor, dass Räume eine unangenehme Akustik haben. Wenn du alleine zuhause bist, fällt das vielleicht gar nicht so auf. Mit spielenden Kindern oder beim Besuch von Freunden und fröhlicher Runde am Esstisch merkst du schnell, ob deine Raumakustik für dich angenehm ist.

 

Was also kannst du tun in Sachen Akustik?


Um die Akustik in deinen Räumen zu verbessern, willst du die Nachhallzeit verringern (der Akustiker spricht hier von einer „Verbesserung der Hörsamkeit“).
Glatte und harte Oberflächen reflektieren den Schall besonders stark. Du brauchst also Oberflächen, die eher weich, porös und/oder strukturiert sind, damit sich die Schallwellen hier „totlaufen“ können. Sie werden absorbiert.

Glatte, (schall-)harte Oberflächen:

  • Beton
  • Glas
  • (lackiertes) Holz
  • lackierte Oberflächen
  • Fliesen
  • Glattputz

Weiche, poröse, strukturierte Oberflächen:

  • Teppiche (je flauschiger, desto wirksamer)
  • Polstermöbel mit textilem Bezug
  • Vorhänge (je schwerer, desto wirksamer)
  • Einrichtungsgegenstände mit Stoffbezügen und Struktur (z.B. Lampenschirme)
  • Wandteppiche / Wandbehänge
  • offene Bücherregale

Weiche, strukturierte Materialien und Oberflächen integrieren

Bei diesen Oberflächen und Materialien gilt „mehr ist mehr“:
Ein flauschiger, hochfloriger Teppich hat einen größeren Effekt auf die Raumakustik, als z.B. ein flachgewebter Kilim. Ein Sofa mit Samt- oder Wollfilzbezug wirkt besser, als eine Ledercouch.

Grundsätzlich willst du auch vermeiden, dass sich zwei glatte Wände gegenüberliegen (und so der Schall hier quasi PingPong spielen kann).
Hier kannst du ein offenes Bücherregal platzieren oder eine trendige Gallery Wall anordnen (ein Gemälde auf Leinwand ist hier wirkungsvoller als gerahmte Prints hinter Glas).

Neben der unterschätzen Möglichkeit des Wandteppichs (ich stehe auf Wandteppiche, räusper….) hast du hier auch die Möglichkeit spezielle, dekorative Akustikelemente anzubringen.
Es gibt verschiedene Anbieter, die eine Art perforierte Leinwand anbieten, die du mit deinem Wunschmotiv bedrucken lassen kannst. Oder auch eher skulpturale Wanddeko aus Filz, die du in verschiedenen Farben nach deinem persönlichen Geschmack anordnen und kombinieren kannst, zum Beispiel die „Clouds“ von Kvadrat oder „Twister“ und „Dot“ von Hey-Sign.
Es gibt auch z.B. mit Filz bespannte Lampenschirme, die über dem Esstisch dort für eine bessere Akustik sorgen, z.B. die große „Under the Bell“ von muuto.

Diese Maßnahmen reichen meistens schon aus, um zuhause eine gute Akustik zu erreichen. Obendrein sorgen der Material- und Texturenmix und die verminderte Halligkeit für eine extra Portion Gemütlichkeit in deiner Wohnung.

Puristischere Lösungen

Solltest du kein Fan von flauschigen Teppichen, Wanddeko usw. sein und/oder eine eher puristische Einrichtung bevorzugen, gibt es auch für dich eine Lösung, wie du deine Raumakustik zuhause verbessern kannst:
spezielle Akustikvorhänge findet man meist eher in Büros. Sie lassen sich sehr gut in eher puristische Wohnräume integrieren. Außerdem gibt es auch Akustikdecken für private Räume, die fast gar nicht als solche auffallen: ihre Perforation ist so klein, dass sie von einer normalen Putzdecke kaum zu unterscheiden ist.

Solche Akustikdecken eignen sich auch prima um größere Räume zu zonieren, zum Beispiel um den Essbereich vom Wohnraum optisch abzugrenzen.

Halb so wild!

Du siehst, es gibt viele Möglichkeiten, um zuhause eine angenehme Akustik zu bekommen. Aber keine Sorge, dein Wohnzimmer muss kein Tonstudio werden, was die Schalldämpfung angeht.
Meistens reicht es schon eine der genannten Maßnahmen umzusetzen. Bei uns hat sich zum Beispiel die Akustik im Wohnzimmer schon dadurch deutlich verbessert, dass wir unseren großen Kilim wieder ausgelegt haben. Zusammen mit der Couch und den Kissen darauf reicht das in Kombination mit den anderen Einrichtungsgegenständen, um den Schall ausreichend zu brechen.

Noch Fragen zum Thema Akustik und Wohnen?


Wenn du Unterstützung in Sachen Raumakustik brauchst und nicht genau weißt, welche Maßnahmen für dich am besten geeignet sind, schreib mir gerne. Ich mache dir gerne ein individuelles Angebot für eine Beratung!

Fotos ©muuto.com
Dieser Post entstand nicht im Auftrag der genannten und verlinkten Firmen.